Aktionsbündnis gegen eine feste Fehmarnbeltquerung
 

Zusätzliche Behinderung des Wasseraustausches

Das Leibnitz-Institut für Ostseeforschung in Warnemünde sieht bereits durch Öresund- und Storebeltbrücke den lebenswichtigen Wasseraustausch behindert. Eine weitere Querung im Fehmarnbelt mit 70 Stützpfeilern könnte nach Einschätzung der Wissenschaftler das Absterben der Ostsee beschleunigen. Mit unabsehbaren Folgen für Meeres den Tourismus.

Kaltes, sauerstoffhaltiges und tief wird an den Brückenpfeilern frühzeitig nach oben gequirlt und erreicht nicht mehr die gesamte östliche Ostsee. Das Binnenmeer ist ausschließlich von der Sauerstoff- und Salzzufuhr durch die Nordsee abhängig. Ein vollständiger Wasseraustausch erfolgt alle 30 bis 35 Jahre. Das deutsche Bundesamt für Naturschutz (BfN) erklärt in einer ofiziellen Bewertung, dass sich eine weitere Beeinträchtigung des Wasseraustausches von „nur“ 0,3% (Brücke) oder 0,1% (Tunnel) negativ auf die Ostsee auswirken könnte. Dagegen sehen offi zielle Infobroschüren (01/2009) der dänischen Planungsfi rma Femern Bælt A/S kein Gefahrenpotential.

Die durch Dänemark beauftragten Untersuchungen durch das Leibnitz-Institut für Ostseeforschung sind noch nicht abgeschlossen.