Aktionsbündnis gegen eine feste Fehmarnbeltquerung
 

Hohes Kollisionsrisiko durch die 70 Brückenpfeiler in dem von 66.000 Schiffen pro Jahr stark befahrenen Fehmarnbelt:

Einwandige Öl-Tanker, aber auch mit eigenem Bunkeröl fahrende Frachter, werden durch das Bauwerk stark gefährdet. Bisher befahren Schiffe den internationalen Seeweg durch den Fehmarnbelt auf einer Breite von rund 10 Kilometern ohne Zwangsbelotsung. Die aus Kostengründen bevorzugte Schrägkabelbrücke weist lediglich drei Durchfahrten à 700 Meter auf und wird deswegen von deutschen und dänischen Lotsen als zu riskant abgelehnt. Das Havarie-Risiko mit der Brücke liegt laut COWI-Lahmeyer-Studie (1999) bei einer Kollision pro Jahr (ohne Verkehrsleitsystem VTS) oder einer Kollision alle 3 Jahre mit VTS. Auch eine Hängebrücke, welche rund 1600 Meter überspannen würde, ist angesichts von Riesentankern bis zu 350 Meter Länge und einem Bremsweg von mehreren kilometern bei der hohen Verkehrsdichte gleichermassen problematisch. Die für die Risiko-Bewertung zuständige Internationale Schifffahrts-Organisation IMO, wurde hinsichtlich der möglichen Behinderung der „Leichtigkeit des Seeverkehrs“ bisher noch nicht offi ziell konsultiert.