AktionsbŁndnis gegen eine feste Fehmarnbeltquerung
 
Presse
22.12.11 15:23 Alter: 7 yrs

Pressemitteilung des Aktionsb√ľndnisses gegen eine feste Fehmarnbeltquerung e.V.

Kategorie: Presse

Von: m. siegert

Aktionsb√ľndnis: Bohrtunnel bleibt Vorzugsvariante f√ľr Fehmarnbelt

Siegert:  "Werden von renommierten Tunnelexperten beraten"

Fehmarn: Das Aktionsb√ľndnis gegen eine feste Fehmarnbeltquerung bezweifelt die in der Pressemeldung zur Vorlage der unterschiedlichen technischen Varianten von Femern A/S getroffene Aussage, die von D√§nemark bevorzugte Absenktunnelvariante sei baulich einfacher als ein Bohrtunnel. "Wir lassen uns von einem international anerkannten Tunnelbauexperten beraten, der bereits beide Tunneltypen unter schwierigen Umweltbedingungen gebaut hat. Technisch sei seiner Meinung nach ein Bohrtunnel ebenso zu realisieren, wie ein Absenktunnel, da sich die Vortriebstechnik beim Bohrtunnelbau rasant entwickelt habe", so Malte Siegert, Vorsitzender des Aktionsb√ľndnisses. Gro√üe Steine k√∂nnten, entgegen der Aussage von Femern A/S, von den modernen Maschinen m√ľhelos beseitigt werden. Die Aussage, ein Bohrtunnel ginge an die Grenze des technisch Machbaren, lie√üe sich ebenso f√ľr den Absenktunnel im Fehmarnbelt treffen. Femern A/S hatte selbst zuvor einen Absenktunnel in der geplanten L√§nge als weltweit einzigartig und technisch absolut herausfordend bezeichnet.

 

Nach Auffassung des Aktionsb√ľndnisses sei die Entscheidung prim√§r politisch motiviert, da die Arbeitspl√§tze zur Herstellung der Absenktunnelelemente auf d√§nischer Seite entstehen sollen. "Wir k√∂nnen aber mitten in einem europ√§ischen Naturschutzgebiet im Fehmarnbelt aus besch√§ftigungspolitischen Gr√ľnden keine derartige √∂kologische Beeintr√§chtigung dulden, wie sie mit den Baggerarbeiten f√ľr einen gigantischen Absenktunnelgraben verbunden w√§re", so Malte Siegert vom Aktionsb√ľndnis. Die Bohrtunneltechnik k√§me dagegen h√∂chstwahrscheinlich vom deutschen Weltmarktf√ľhrer Herrenknecht, wobei beim Bohrtunnelbau deutlich weniger Arbeitspl√§tze ben√∂tigt w√ľrden. Auch das Argument, die Kosten eines Bohrtunnels w√§ren um ein Viertel h√∂her, spielten aus Sicht des Aktionsb√ľndnisses keine Rolle. Aber selbst hinter die H√∂he der d√§nischen Kostensch√§tzungen f√ľr den Bohrtunnel sezten deutsche Fachleute ein dickes Fragezeichen. Wie auch immer: Von d√§nischer Seite werde immer betont, dass der Absenktunnel nach etwas mehr als 30 Jahren refinanziert sein soll. Ein paar Jahre l√§nger abzuzahlen, sei in einer Dekaden-Diskussion um Artenvielfalt, Artenverlust und Nachhaltigkeit in der Ostsee verantwortungsvolles staatliches Handeln. Es m√ľsse endlich Schluss sein, Projekte immer nur stumpf nach Baukosten zu bewerten. Mehr finanziell in Wert gesetzt werden muss zuk√ľnftig auch der Verlust und die Beeintr√§chtigung √∂kologischer Vielfalt und Lebensr√§ume. Dar√ľber werde sich das Aktionsb√ľndnis und die Umweltverb√§nden mit den D√§nen 2012 intensiv auseinandersetzen.

Kontakt:

Malte Siegert

Vorsitzender, Aktionsb√ľndnis gegen eine feste Fehmarnbeltquerung e.V.

Mob. 0173 / 937 32 41

malte.siegert(at)nabu-wallnau.de